Grönländertour 2020

Klompenzug „Grönländer“ 3 Tage mit dem Fahrrad unterwegs –  immer der Lahn entlang

Dass die Grönländer, ein Klompenzug des Elsener Heimatvereins, nicht nur während des Heimatfestes mit ihren Holzschuhen gut unterwegs sind, sondern sich auch mit dem Fahrrad sportlich bewegen können, stellten sie mit ihrer 3-tägigen Wochenend-Tour entlang der Lahn unter Beweis.

Leider reichte die Zeit nicht, um die gesamte Lahn von der Quelle bis zur Mündung in Angriff zu nehmen, aber mit einem schönen Teilabschnitt von Wetzlar bis Bad Ems konnte doch ein ca. 150 km langer Teil des Flusslaufes mit dem Rad erkundet werden.

Gestartet wurde die Tour mit der Besichtigung des Wetzlarer Domes und der malerischen Altstadt mit ihren schmucken Fachwerkhäusern rund um den Eisenmarkt und den Schillerplatz. Nach einigen erfrischenden Getränken  ging es dann sportlich ambitioniert mit den Rädern weiter: die Burg Braunfels war das erste Etappenziel, mit einem sehr steilen Anstieg für die Radler eine echte Herausforderung. Belohnt wurden die Grönländer jedoch mit einer interessanten Führung, in der neben den Besonderheiten der Burg auch die abwechslungsreiche Geschichte des Lahntals, insbesondere um das Geschlecht von Solms-Braunfels beleuchtet wurde.

Von Burg Braunfels aus ging es mit den Rädern weiter bis Weilburg, mal am Lahnufer entlang, aber auch teilweise recht weit vom Lahnufer entfernt. Von den Anstrengungen des ersten Tages konnten sich die Grönländer dann abends im Hotel Lahnschleife erholen, das mit Sauna und schönem Schwimmbad  für angemessene Entspannung sorgte.  Zum Abschluss des Tages wurde im Restaurant Turmschmiede der beim Radeln erlittene Kalorienverlust erfolgreich ausgeglichen.

Der zweite Tag begann ganz in der Nähe von Weilburg mit der Besichtigung der Kuhbacher Kristallhöhle, die mit über 400 Treppenstufen tief in das Innere des ca. 350 Millionen Jahre alten Kalksteins führte. Mit Helm, Mundschutz und Handschuhen ausgestattet lauschten die Grönländer interessiert den 45-minütigen  Ausführungen des fachkundigen Führers und machten dabei reichlich von der zuvor erworbenen Fotoerlaubnis Gebrauch. Dabei konnten die zahlreichen, schön ausgeleuchteten Tropfsteine  und Gesteinsformationen im Bild eingefangen werden. Nach diesem Event wurde zunächst noch der Weilburger Schiffstunnels besichtigt, der mit einer Länge von 195 Metern den  längsten befahrbaren Schiffstunnel Deutschlands bildet. Danach ging es zur Weiterfahrt wieder auf die Räder in Richtung Limburg. Der dabei in Angriff genommene Abschnitt des Lahntal-Radwanderweges kann bestimmt zu dem schönsten Teil des Radwanderweges gezählt werden, denn man bewegt sich stets in unmittelbarer Nähe des Flusses. Der vom allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) mit 4 von 5 möglichen Sternen ausgezeichnete Fahrradweg hätte für diesen schönen Abschnitt mit Sicherheit auch die Maximalzahl von 5 Sternen verdient.  Infolge des sonnigen und warmen Spätsommer-Wochenendes war die Lahn mit Paddlern nahezu übersät, die den Radfahrern aus ihren Booten freundlich zuwinkten. Über die Orte Villmar und Runkel wurde am Ende dieser Etappe Limburg erreicht, wo neben einer umfangreichen Stadtführung natürlich die Besichtigung des Limburger Domes im Mittelpunkt stand.

Der letzte Tag führte – wieder weitgehend direkt am Lahnufer entlang –  über die schönen Städtchen Diez und Balduinstein bis Bad Ems. Auf diesem Abschnitt mussten die Grönländer noch einmal alles geben, denn der Abstecher zur Burg Nassau hinauf forderte durch den extrem steilen Anstieg noch einmal die volle  Beinarbeit heraus. In Bad Ems nahm man zunächst an der Römerquelle eine Kostprobe des heißen Mineralwassers zu sich und entspannte sich dann anschließend mit einem Sparziergang durch den Kurpark, bevor es mit den Autos wieder nach Grevenbroich ging.

Gewürzt wurde die Radtour insgesamt auch mit einigen verzichtbaren Zutaten wie Wespenstichen, Reifenpannen, unfreiwilliger Trennung der Gruppe oder teilweise auch recht anstrengenden Anstiegen. Am Ende waren sich aber alle Grönländer einig, dass es bei  dem spätsommerlichen Bilderbuch-Wetter eine gelungene und erlebnisreiche Radtour war und es auch 2021 wieder heißen soll: Grönländer-on-tour !

 

 

Karnevalsparty 2020

   

Unter dem Motto „Je oller, je doller, 30 Jahre eiskalt“ lud das Organisationsteam Friedel Kievelitz und Hans-Peter Cremer am 22.02.2020 alle Grönländerinnen und Grönländer in das bunt geschmückte Tennisheim des SV RW Elfgen zu einer Karnevalsfeier ein. Diese Veranstaltung sollte gleichzeitig der erste Höhepunkt im 30-jährigen Jubiläumsjahr des Grönländer-Zuges sein.

Pünktlich um 19:11 Uhr konnte das Orga-Team die Feier im gut besuchten Tennisheim mit einer Ansprache – dem Anlass entsprechend op Kölsch – starten und alle kostümierten Karnevalsfründe des Zuges zum Fastelovend-Feiern  willkommen heißen.

Nachdem man sich anschließend mit kräftiger Gulaschsuppe, Frikadellen, Baguettes, Dipps und Salaten gestärkt hatte, begann das umfassende Programm mit dem Einmarsch des Prinzenpaares, das mit einem lauten Narhalla-Marsch in Begleitung unseres Hoppediz Hans-Peter in den Festsaal geführt wurde. Dargestellt wurde das Prinzenpaar durch das amtierende Zugkönigspaar Reinhard I und Irmela Peppmeier. Während unser Zugkönig in seiner Rolle als Prinz eifrig Strüsscher an die Grönländerinnen verteilte, warf die Königin fleißig Kamelle und Popcorn in den Saal. Nach einer kurzen Begrüßung des närrischen Grönländervolkes führte das Prinzenpaar dann mit allen Teilnehmern das interaktive Stück „Der Vereinsausflug“,oder besser die „Grönländer-Herrentour mit Damen – ein Szenario“ durch. Hierbei war jeder zur aktiven Teilnahme aufgefordert. Ein weiterer Programmpunkt war die anschließende, von Erika und Siegfried Wurm vorgetragene Büttenrede mit dem Titel „Kirmes im Grönländerzelt – ein nicht ganz wahrer Rückblick auf die Kirmes 2019“,   in der in ganz besonderer Weise der Zeltaufbau bei unserem amtierenden Zugkönigspaar aufs Korn genommen wurde.

Viel gelacht wurde auch bei dem  Sketch  „Otto – find’ ich gut“, den  Winni Backes und zahlreiche Grönländerinnen vorführten.  Jede Aufführung wurde seitens der Organisatoren mit einem Karnevalsorden belohnt. Gaby Kreutz, unser Gesangstalent,  trug  mit Gitarrenbegleitung zwei umfassende Gesangseinlagen zur guten Partystimmung des Abends bei. Dabei stellte sie auch das neue Vereinslied der Grönländer vor, das mit dem Refrain „Hier in unserm Verein will jeder gerne sein…“ endete und natürlich von allen lautstark mitgesungen wurde. Im späteren Verlauf des Abends gelang es Silvia Cremer mit einer gekonnten Bauchtanz-Aufführung bei orientalischer Musik den ganzen Verein in die Stimmungswelt von Tausendundeiner Nacht zu versetzen. Neben den Vorträgen und Vorführungen  wurde bei gut abgemischter kölscher Karnevalsmusik aber auch das Tanzbein kräftig geschwungen und die eine oder andere Polonaise auf’s Parkett gelegt.

Bei guter Partylaune wurde noch bis weit nach Mitternacht gesungen, gefeiert und geschunkelt.  Insgesamt bildete die gut besuchte Karnevalsfete einen überaus gelungenen und stimmungsvollen Einstieg in das Jubiläumsjahr der Grönländer.

 

Grönländer Tour 2019 Brüssel

Klompenzug „Grönländer“ aus Elsen besuchen Brüsseler EU-Parlament

Die diesjährigen Tour der Grönländer führte in die belgische Hauptstadt Brüssel, um sich vor Ort über die Abläufe im EU-Parlament sowie über die kulturellen Höhepunkte dieser Stadt zu informieren. Nach der Ankunft im Hotel ging es zunächst ins europäische Parlament, das mit seiner Größe von 751 Sitzen schon räumlich sehr beeindruckte. In einem fachkundigen Vortrag erfuhren die Grönländer bei ihrem Besuch viele Details über die komplizierte Arbeitsabläufe eines Gremiums, das mit seinen Vertretern aus 28 Mitgliedsländern und Abgeordnete aus über 100 unterschiedlichen Parteien politische Arbeit leistet. Beeindruckend war dabei schon die Leistung der Simultanübersetzer, die auch Reden in wenig gängigen Sprachen wie maltesisch oder gälisch so in die anderen Amtssprachen übersetzen müssen, dass auch jeder Europaparlamentarier den Inhalt eindeutig verstehen kann. Es erstaunte dabei, dass die Übersetzungsinhalte der unterschiedlichsten Sprachen zu etwa 97% beim Zuhörer ankommen.

Nach einer kurzen Mittagspause, die aus Zeitgründen in einem belgischem Schnellimbiss stattfand, ging es dann für die Grönländer zu einem der markantesten Bauwerke Brüssels, dem 102 m hohen Atomium.. Dieses für die Weltausstellung 1958 errichtete Bauwerk dient neben interessanten Ausstellungen in den einzelnen Atomkugeln gleichzeitig auch als Aussichtsturm, um sich in luftiger Höhe einen grandiosen Blick über die gesamte Stadt Brüssel zu verschaffen.

Da Brüssel eine recht multikulturelle Stadt ist, kehrten dann die Grönländer am Abend auch in ein indisches Restaurant ein, um zahlreiche Spezialitäten dieses Landes zu genießen. Danach fand der informationsreiche erste Tag in Brüssel in einer typischen belgischen Kneipe seinen Ausklang, in dem eine große Fülle verschiedenster belgischer Biere zur Verfügung stand.

Der zweite Tag diente den Grönländern dazu, mithilfe des dichten Metro-Netzes, aber auch in großen Teilen zu Fuß die bekanntesten touristischen Highlights Brüssels zu erkunden. Dazu gehörten z.B. die Börse, der große Markt, an dem gerade an diesem Wochenende das große jährliche Brüsseler Bierfestival stattfand, die beeindruckende Kathedrale St. Michael und St. Gudula, der Justizpalast und natürlich das Manneken Pis, das inzwischen mit Jeanneke Pis sein weibliches Pendant gefunden hat. Während dieses umfangreichen Programms stärkten sich die Grönländer mittags auf dem Fischmarkt mit zahlreichen Meeresfrüchten, während abends im Cafe Delirium eher belgische Biersorten im Mittelpunkt standen.

Der dritte und letzte Tag galt mit dem Besuch des Parlamentariums, einer Einrichtung, die den Grönländern die Entstehungsgeschichte der EU mithilfe eines persönlichen Media-Guides und an zahlreichen dynamischen Multimedia-Displays näher brachte. Dabei konnte man auch auf einer riesigen Landkarte virtuell durch Europa reisen und dabei erkennen, wie sich die EU auf die einzelnen Mitgliedstaaten auswirkt.

Bevor es schließlich wieder in Richtung Grevenbroich ging, führte ein Spaziergang durch den Jubelpark bis zum belgischen Triumphbogen, der aufgrund seiner Quadriga im Bogen die Grönländer an eine Mischung aus dem Pariser Arc de Triomphe und dem Brandenburger Tor erinnerte.

Auf der Rückfahrt stand noch ein Besuch der schönen Stadt Leuven auf dem Programm, bei dem das historische Rathaus auf dem Oude Markt mit Hunderten von Statuen an der Außenfassade besonders beeindruckte.

Aufgrund der guten Resonanz des „Brüsseler Wochenendes“ steht bei allen mitgereisten Grönländern jetzt schon fest, dass es mit Sicherheit auch im Jahr 2020, in dem die Grönländer ihr 30-jähriges Zugbestehen feiern, wieder heißen wird „Grönländer-on-tour“.

Citylauf Grönländer 2019

Auch dieses Jahr schickte unser Verein mit den Teilnehmern Holger Baum. Winfried Backes und Reinhard Peppmeier wieder einmal eine Staffel ins Rennen. Bei der 3×1.100m-Pick-Teamstaffel konnte zwar mit einer Zeit von 18:18 Min. keiner der vorderen Plätze belegt werden, man sollte jedoch schon in Betracht ziehen, dass das Durchschnittsalter der Staffelläufer bei 27,3 Jahren lag und unsere Läufer alle in der Altersklasse „65+“ angetreten sind. Also bleibt es vorrangig bei dem olympischen Gedanken „Dabeisein ist alles !!!“ und bei der Feststellung, dass seit Beginn des Grevenbroicher Citylaufes im Jahre 2015 stets mindestens eine Grönländerstaffel am Start war.

Angereichert wurde unser sportliches Engagement in diesem Jahr noch durch die Teilnahme unseres Zugmitglieds Bernd Sokolowski beim 5.000m-Lauf, den er in einer Zeit von 33:07 Min. absolvierte.

Ein Dank gilt allen Grönländerinnen und Grönländern, die vom Straßenrand aus durch anfeuernde Zurufe unsere Läufer kräftig anspornten.

Reinhard Peppmeier

Grönländer Tour 2018

Auch in diesem Jahr waren mal wieder 10 Mitglieder des Grönländer-Klompenzuges der Kirmesgesellschaft Elsen-Fürth „on tour“. Ziel der diesjährigen Tour war der Werse-Radwanderweg von Rheda-Wiedenbrück bis zur Mündung der Werse in die Ems bei Münster-Gelmer. Entlang der Wegstrecke wurden die Grönländer dabei mit insgesamt 30 Schau- und Erklärtafeln über die Besonderheiten der Region informiert. Dazu gehörten bereits am ersten Tag die Informationen über den intensiven Pflaumen- und Obstanbau auf den Stromberger Höhen, wobei die Pflaumen hier nach alter Tradition immer noch durch Schütteln der Bäume und Auffangen mit Tüchern geerntet werden. Ebenso gehört es zur Tradition des Stromberger Landes, dass jeweils für zwei Jahre eine Pflaumenkönigin gewählt wird, die nicht nur eine ausgewiesene Pflaumen-Fachfrau sondern darüber hinaus auch besonders hübsch sein sollte. Obwohl alle Grönländer während des Radfahrens intensiv nach der Pflaumenkönigin Ausschau hielten, konnte diese jedoch leider nicht gesichtet werden.

Da zu Beginn der Tour recht kühles Wetter mit einigen Regenschauern und zudem etliche Steigungen die Radler kräftig forderten, war man froh, auf der Hälfte der ersten Etappe in Oelde in Pott’s Brau- und Backhaus einkehren zu können, um sich mit einigen kräftigen Landbieren zu stärken und bei einer anschließenden Besichtigung das Wissen rund um das Bierbrauen zu erweitern.. Nach der Brauereibesichtigung erreichte man in Beckum das erste Etappenziel, den Westfälischen Hof. Zu den Besonderheiten eines Radwanderweges gehörte wohl auch, dass zur Begrüßung freundlicherweise alle Radler von der Wirtin auf eine Runde eingeladen wurden. Nach einem stärkenden Abendessen fand der erste Tag dann bei Stiefel-Jürgens, der ältesten Brauerei Westfalens, mit einigen traditionellen Stiefel-Bieren einen geselligen Ausklang.

Der zweite Tag führte die Grönländer nach Ahlen zum Landgasthof Schulze-Rötering. Bei einer Führung durch die Brennerei lernte man in einem Vortrag des Brennermeisters, wie aus Weizen zunächst reiner Alkohol hergestellt wird, der dann in weiteren Verfahrensschritten in feinen Gin, Orangen- und Erdbeergeist oder auch in Feigenlikör verwandelt wird. Im zweiten Teil der Führung konnten von diesen Feindestillaten auch entsprechende Verkostungen vorgenommen werden – und die eine oder andere Flasche machte sich dann auch auf den Weg von Ahlen nach Elsen. Nach einem Mittagessen auf dem Hof bahnte sich als weiteres Highlight das Erlernen des Treckerfahrens an. Zunächst fand eine gründliche Einweisung in Technik und Bedienung statt, anschließend konnten die vier gemieteten Trecker mit viel Spaß, teilweise auch mit Vollgas im 4.Gang über Stock und Stein gejagt werden. Nach einer weiteren Etappe auf dem Fahrrad wurde der Abend des zweiten Tages anschließend im Hotel Bartmann in Sendenhorst verbracht.

Während sich die Grönländer an den ersten beiden Tagen ausschließlich über Land bewegten, stand am dritten und letzten Tag das Wasser als Transportmittel im Vordergrund. Die beim Fahrradfahren geforderte Beinarbeit wurde dabei in einem Großkanu, in dem alle 10 Grönlän­der Platz fanden, durch verstärkte Armarbeit ersetzt. Auf der Werse-Paddeltour lernte man das malerische Ufer im schönen Stadtteil Münster-Angelmodde mit architektonisch sehr ansprechenden Häusern kennen. Nach einer Stärkung im Strandhof war dann bei der letzten Etappe, die in Münster-Gelmer zur Mündung der Werse in die Ems führte, wieder Beinarbeit angesagt. Am Ende der abwechslungsreichen und geselligen Tour dankte der Kirmeszug den Organisatoren für ihre Planungen, wobei deutlich wurde, dass es auch im Jahre 2019 wieder heißen soll „Grönländer-on-tour“.

Citylauf Grevenbroich 2018

Grönländer stellten auch 2018 wieder eine Staffel beim Grevenbroicher Citylauf

Auch in diesem Jahr mischte sich unter die über 2500 Teilnehmer des Grevenbroicher Citylaufes wieder eine 3-köpfige Staffel der Grönländer. Da Bernd Juckel als Organisator des Citylaufes auch gleichzeitig Mitglied im Zug der Grönländer ist, war es eigentlich von Anfang an klar, dass auch die Grönländer zu den Aktiven gehören sollten. So stellte man dann bereits beim 1. Grevenbroicher Citylauf im Jahre 2015 eine Staffel auf, die im Gesamtergebnis dann den 14. Platz einnahm. Da die Teilnahme im Grönländerzug auf große Resonanz stieß, wurden dann beim 2. Citylauf im Jahr 2016 gleich drei Staffeln aufgestellt, die sich, ausgestattet mit den vom Architektenbüro Lenze und Partner gesponserten Trikots, auf die Laufstrecke begaben und die Plätze 9, 10 und 12 belegten. In den Folgejahren wurde dann jeweils mit einer Staffel im Jahr 2017 der 14. und im Jahr 2018 der 11. Platz belegt. Auch wenn die Tabellenplätze nicht für höhere Medaillenränge reichten, sah man die Teilnahme doch stets olympisch: Dabeisein (und Spaß und Freude haben) ist alles! Immerhin reichte die in 2017 erreichte Platzierung zur Freude des ganzen Zuges für einen Ehrenpreis in Form eines Bierfässchens, so dass die auf der Laufstrecke verlorene Flüssigkeit schnell wieder aufgefüllt werden konnte. Ein besonderer Ansporn für die Läufer war stets, dass viele Grönländerinnen und Grönländer die Aktiven vom Straßenrand her lautstark anfeuerten. Neben der Beteiligung an der Staffel ließen es sich einige Grönländer auch nicht nehmen, zusätzlich an den 5.000-Meter-Läufen teilzunehmen.

Grönländer Tour 2017

Auf Schusters Rappen durch den Odenwald

Zur Einstimmung auf die bevorstehende Klompen­kirmes begab sich der Elsener Klompenzug „Grönländer“ auch dieses Jahr wieder auf eine Wochenendtour. Ziel war der Odenwald mit den malerischen Städten Michelstadt, Erbach und Heppenheim. Am Anreisetag wurde jedoch zunächst die rheinland-pfälzische Landshauptstadt Mainz angefahren. Nach einem stärkenden Frühstück erkundigte man dann unter fachkundiger Führung die Mainzer Innenstadt, die Altstadt und natürlich den Dom St. Martin. Im Gutenbergmuseum widmeten sich die Grönländer anschließend dem Wirken des ersten Bürgers der Stadt, Johannes Gutenberg, und seiner Buchdruckerkunst. Diese konnte in einer handwerklichen Vorführung, durchgeführt von Mitarbeitern des Museums, live miterlebt werden. Besonders im Mittelpunkt standen beim Rundgang durch das Museum natürlich die beiden Originale der 42-zeiligen Gutenberg-Bibeln, von denen es weltweit nur noch 49 Exemplare gibt und die als Krönung der damaligen Druckkunst anzusehen sind. Weiter ging es dann in Richtung Odenwald, zunächst nach Fürstenlager bei Bensheim, einem 42 Hektar großen Staatspark mit einem großen Bestand exotischer Bäume. In diesem Zusammenhang konnten die Grönländer auch den mit über 50 Metern größten Mammutbaum Deutschlands bestaunen. Für Grevenbroicher Flachländer erwies sich der Rundgang durch den weitläufigen Park schon als recht „gebirgig“ und konnte bereits als eine gute Vorübung für den nächsten Tag angesehen werden.

Als Ausgangspunkt für die Odenwaldwanderung schlugen die Grönländer ihr Quartier im historischen Hotel Drei Hasen in Michelstadt, einer der ältesten Siedlungen des Odenwalds, auf. Wer reist, hat auch Durst; deshalb führte der erste Weg ins Rathausbräu, um sich mit diversen heimischen Bieren, aber auch Odenwälder Spezialitäten zu versorgen.

Am 2. Tag besuchte man zunächst Schloss Fürstenau, dann aber wurden Wanderschuhe und Rucksäcke geschnürt, um über die Höhenzüge des Odenwalds, immer dem Wanderzeichen „EM1“ folgend von Michelstadt nach Erbach zu wandern. In Erbach angekommen, nahm man an einer Führung durch das Erbacher Schloss teil und war besonders beeindruckt durch die umfangreiche Sammlung an Jagdwaffen und Ritterrüstungen. Mit dem Zug ging es dann zurück nach Michelstadt, wo schon der Nachtwächter am 1484 erbauten historischen Rathaus darauf wartete, die Grönländer durch die malerischen Gassen dieses Odenwälder Kleinods zu führen und sie anhand zahlreicher Anekdoten und Geschichten mit der Geschichte des Ortes vertraut zu machen. Vorbei ging es dabei an der historischen Burganlage (auch Kellerei genannt), dem Diebesturm und der Synagoge.

Der 3. und letzte Tag der Tour führte zunächst in die malerische Altstadt von Heppenheim mit prächtigen mittelalterlichen Fachwerkbauten. Natürlich wurde auch die Pfarrkirche St. Peter besichtigt, die wegen ihrer beeindruckenden Größe von den Heppenheimern auch als „Dom der Bergstraße“ bezeichnet wird . Durch steile und verwinkelte Gassen ging es dann hoch zur Starkenburg, einer im Jahr 1065 vom Reichskloster Lorsch gegründeten Festung. Von dort oben genoss man bei sehr gutem Wetter eine herrliche Weitsicht bis in den Pfälzer Wald und noch darüber hinaus. Bevor es schließlich wieder zurück nach Grevenbroich ging, kehrten die Grönländer zum Abschluss der Tour in Scheuerberg ins urige Steinschlösschen ein, um zum Apfelwein kräftige und deftige Odentaler Küche wie Kochkäse und Handkäse, wahlweise mit und ohne Musik, oder einen Scheiterhaufen zu genießen.

Insgesamt hatten die Grönländer bei ihrer 3-tägigen Odenwald-Tour mit Kultur, Wanderungen, Geselligkeit, gutem Essen und Trinken wieder einmal viel Spaß miteinander, so dass es auch im Jahre 2018 mit Sicherheit wieder heißen wird: „Grönländer-on-tour“!