Grönländertour 2017 – Auf Schusters Rappen durch den Odenwald

Zur Einstimmung auf die bevorstehende Klompen­kirmes begab sich der Elsener Klompenzug „Grönländer“ auch dieses Jahr wieder auf eine Wochenendtour. Ziel war der Odenwald mit den malerischen Städten Michelstadt, Erbach und Heppenheim. Am Anreisetag wurde jedoch zunächst die rheinland-pfälzische Landshauptstadt Mainz angefahren. Nach einem stärkenden Frühstück erkundigte man dann unter fachkundiger Führung die Mainzer Innenstadt, die Altstadt und natürlich den Dom St. Martin. Im Gutenbergmuseum widmeten sich die Grönländer anschließend dem Wirken des ersten Bürgers der Stadt, Johannes Gutenberg, und seiner Buchdruckerkunst. Diese konnte in einer handwerklichen Vorführung, durchgeführt von Mitarbeitern des Museums, live miterlebt werden. Besonders im Mittelpunkt standen beim Rundgang durch das Museum natürlich die beiden Originale der 42-zeiligen Gutenberg-Bibeln, von denen es weltweit nur noch 49 Exemplare gibt und die als Krönung der damaligen Druckkunst anzusehen sind. Weiter ging es dann in Richtung Odenwald, zunächst nach Fürstenlager bei Bensheim, einem 42 Hektar großen Staatspark mit einem großen Bestand exotischer Bäume. In diesem Zusammenhang konnten die Grönländer auch den mit über 50 Metern größten Mammutbaum Deutschlands bestaunen. Für Grevenbroicher Flachländer erwies sich der Rundgang durch den weitläufigen Park schon als recht „gebirgig“ und konnte bereits als eine gute Vorübung für den nächsten Tag angesehen werden.

Als Ausgangspunkt für die Odenwaldwanderung schlugen die Grönländer ihr Quartier im historischen Hotel Drei Hasen in Michelstadt, einer der ältesten Siedlungen des Odenwalds, auf. Wer reist, hat auch Durst; deshalb führte der erste Weg ins Rathausbräu, um sich mit diversen heimischen Bieren, aber auch Odenwälder Spezialitäten zu versorgen.

Am 2. Tag besuchte man zunächst Schloss Fürstenau, dann aber wurden Wanderschuhe und Rucksäcke geschnürt, um über die Höhenzüge des Odenwalds, immer dem Wanderzeichen „EM1“ folgend von Michelstadt nach Erbach zu wandern. In Erbach angekommen, nahm man an einer Führung durch das Erbacher Schloss teil und war besonders beeindruckt durch die umfangreiche Sammlung an Jagdwaffen und Ritterrüstungen. Mit dem Zug ging es dann zurück nach Michelstadt, wo schon der Nachtwächter am 1484 erbauten historischen Rathaus darauf wartete, die Grönländer durch die malerischen Gassen dieses Odenwälder Kleinods zu führen und sie anhand zahlreicher Anekdoten und Geschichten mit der Geschichte des Ortes vertraut zu machen. Vorbei ging es dabei an der historischen Burganlage (auch Kellerei genannt), dem Diebesturm und der Synagoge.

Der 3. und letzte Tag der Tour führte zunächst in die malerische Altstadt von Heppenheim mit prächtigen mittelalterlichen Fachwerkbauten. Natürlich wurde auch die Pfarrkirche St. Peter besichtigt, die wegen ihrer beeindruckenden Größe von den Heppenheimern auch als „Dom der Bergstraße“ bezeichnet wird . Durch steile und verwinkelte Gassen ging es dann hoch zur Starkenburg, einer im Jahr 1065 vom Reichskloster Lorsch gegründeten Festung. Von dort oben genoss man bei sehr gutem Wetter eine herrliche Weitsicht bis in den Pfälzer Wald und noch darüber hinaus. Bevor es schließlich wieder zurück nach Grevenbroich ging, kehrten die Grönländer zum Abschluss der Tour in Scheuerberg ins urige Steinschlösschen ein, um zum Apfelwein kräftige und deftige Odentaler Küche wie Kochkäse und Handkäse, wahlweise mit und ohne Musik, oder einen Scheiterhaufen zu genießen.

Insgesamt hatten die Grönländer bei ihrer 3-tägigen Odenwald-Tour mit Kultur, Wanderungen, Geselligkeit, gutem Essen und Trinken wieder einmal viel Spaß miteinander, so dass es auch im Jahre 2018 mit Sicherheit wieder heißen wird: „Grönländer-on-tour“!