Klompenzug Grönländer aus Elsen schipperte 3 Tage durch Friesland

Auf der diesjährigen Grönländertour tauschten die Grönländer ihre in der Kirmeszeit gewohnten Klompen gegen bequeme Bootsschuhe und erkundeten auf zwei selbst gesteuerten Motoryachten das von Wasserwegen und Meeren durchzogene Friesland. Am Freitag, den 9. Sept. startete die zwölfköpfige Crew zunächst mit mehreren PKW von Grevenbroich aus, um den etwa 300 km langen Landweg bis zum schönen Friesenstädtchen Sneek zu überbrücken. Dort wurden dann die gecharterten Motoryachten Miranda und Condor bezogen. Nach einer fachmännischen Einweisung durch Zijda Yachting war man dann zumindest mehr oder weniger mit den wichtigsten Einrichtungen und Funktionen an Bord vertraut.

 

Nach einem intensiven Stadtrundgang durch Sneek hieß es dann: Grönländer Leinen los! Jeder musste jetzt zeigen, dass er etwas zu dem Ablegemanöver beitragen konnte. Nach mehreren Stunden Fahrt über Kanäle und das Sneekermeer steuerte man gegen Abend den romantischen Hafen von Jouwre an, in dem die Yachten fachmännisch mit den entsprechen-den Knoten in den Liegeboxen festgemacht wurden. Dass Jouwre nicht nur einen schönen Hafen, sondern auch ein gastronomisch einladendes Zentrum aufweist, wurde schnell erkannt, und die angesteuerte Gaststube war trotz des großen Andranges flexibel genug, für die Grönländer noch einige Zusatztische auf die Straße zu stellen, zusätzlich wurden alle mit einer Runde Hochprozentigem freundlich begrüßt. Etwas später sorgte noch eine holländische Straßenkapelle für den musikalischen Rahmen des Abends, der mit einer geselligen und langen Runde an Bord der Schiffe zu Ende ging.

 

Der 2. Tag wurde nach einem ausgiebigen Frühstück zur Hälfte mit einer Fahrradtour entlang der friesischen Seen, zur anderen Hälfte mit der Weiterfahrt über das Tjeukemeer und diverse Kanäle bis Sloten verbracht. Durch die am 1. Tag gewonnenen Erfahrungen klappten jetzt die An- und Ablegemanöver sowie das Passieren recht enger Brückendurchfahrten schon fast perfekt. Da man stets akribisch zwischen den Steuer- und Backbordtonnen Kurs hielt, kam es auch zu keinerlei Grundberührung und die gewählten Ziele konnten ohne Probleme angelaufen werden.

 

Auch mit dem vertrauten Beinkleid der Grönländer- den Klompen – kam es bei der Schiffstour doch noch zu intensiven Kontakten, wurden diese doch vom Brückenwärter mit Hilfe einer Angel auf die Boote heruntergelassen, um den fälligen Obulus zum Öffnen und Schließen der Brücken zu kassieren

 

Der 3. und letzte Tag führte die Grönländer über das Slotermeer in das Wassersportzentrum Heeg. Hier wurde mitten im Ort an einem Fischlokal festgemacht, das mit diversen holländischen Spezialitäten zum Verweilen einlud. Nach einer Ortsbesichtigung legte man schließlich ab, um wieder zum Ausgangshafen in Sneek zu gelangen. Hier durfte natürlich nicht vergessen werden, die Dieseltanks der Schiffe wieder aufzufüllen, schließlich hatten sich nicht nur die Grönländer, sondern auch die Dieselmotoren in den drei Tagen den einen oder anderen ordentlichen Schluck gegönnt.

 

Nach einem erlebnisreichen Wochenende auf den friesischen Gewässern kann als Resümee festgehalten werden: 12 Grönländer aus Elsen gingen am 9. Sept. als Landratten an Bord, ließen sich über 3 Tage Seebeine wachsen und verließen dann am 11. Sept. die Boote als fast vollwertige Seebären…….. Schon jetzt wird bei den Grönländern wieder gerätselt, in welche Richtung die Kompassnadel bei der Grönländertour 2017 zeigen wird.gro%cc%88nla%cc%88nder_tour_2016